Projektbeschreibung:
Konzept und Ziele
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Das Konzept sieht den Aufbau von Familienhäusern in Dörfern außerhalb Moskaus vor. In einfachen Häusern mit großem Garten soll pro Haus eine Kleingruppe von 8 - 10 obdachlosen und verlassenen Kindern und Jugendlichen zusammen mit 1 - 2 obdachlosen Erwachsenen eine neue Bleibe finden. In einer familienähnlichen Umgebung sollen sie Liebe, Fürsorge und Geborgenheit erfahren und sich mit der Dorfjugend anfreunden. Voraussetzung für die Aufnahme im Haus ist die Bereitschaft, bestimmte Regeln zu akzeptieren. Dazu gehört der Verzicht auf Alkohol und Drogen. Die jungen Bewohner werden an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt.
Langfristig werden die Kinder und Jugendlichen durch den Besuch der örtlichen Schulen und die Mithilfe in Haus und Garten befähigt, ein eigenverantwortliches und selbständiges Leben zu führen.
Zur langfristigen Unabhängigkeit von ausländischer Hilfe ist beabsichtigt, mit Hilfe von Sponsoren zwei Minibusse anzuschaffen, die als Taxi auf der stark nachgefragten Route Dmitrow - Moskau vermietet werden. Von den Mieteinnahmen sollen der russische Projektleiter Maxim Jegorow, ein stundenweise arbeitender Buchhalter, ein Psychologe, Sozialarbeiter bzw. ein Taschengeld für die Familienmütter finanziert werden.
Durch Gemüse- und Kartoffelanbau sowie Kleintierzucht und der Konservierung der Früchte für den Winter sollen die Bewohner mit der Zeit sich selbst versorgen.
Die russischen Projektbeteiligten, d.h. die Organisation Phönix und die jeweiligen Hausbewohner, arbeiten eigenverantwortlich. Sie legen sowohl gegenüber den russischen Behörden als auch gegenüber dem deutschen Projektpartner über die jeweiligen Ausgaben schriftlich Rechenschaft ab. Größere Anschaffungen und Vorhaben werden vorher abgestimmt.
Mittelfristig, wenn die Bewohner sich eingelebt haben, sollen je nach Bedarf Psychologen dabei helfen, eventuelle Traumata aufzuarbeiten. Sozialpädagogen fördern die Kinder und Jugendlichen durch eine individuelle Betreuung und sinnvolle Freizeitgestaltung. In Erwägung gezogen werden auch Praktika russischer oder deutscher Studenten der Sozialen Arbeit.
Kurzfristiges Ziel ist die Registrierung der Kinder und Jugendlichen bei den örtlichen Behörden. Erst wenn diese erfolgt ist, haben sie das Recht, die öffentliche Schule des Ortes zu besuchen und kostenlose medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für die Registrierung sind die Dokumente der Kinder und Jugendlichen zu beschaffen. Außerdem ist, falls möglich, eine Einverständniserklärung des Sorgeberechtigten nötig. Verantwortlich für die Beschaffung der Dokumente und die Herstellung der Kontakte zu entsprechenden Heimen, zur örtlichen Verwaltung, zur Miliz und zu sorgeberechtigten Eltern ist Maxim Jegorow.
Wichtig ist die Überprüfung des Gesundheitszustandes der Kinder und Jugendlichen bei ihrer Aufnahme ins Familienhaus.
Damit die Kinder möglichst schnell den Kenntnisstand der Alterskameraden erreichen, werden sie von Privatlehrern im Haus unterrichtet, bis die Schulkommission die Schulfähigkeit bescheinigt und die Kinder den regulären Schulunterricht im Ort oder die Berufsschule besuchen können.
[1] bezieht sich auf das Sorgerecht. Wer ist sorgeberechtigt? Eltern? Heim?
© Phönix - Moskau